Luft an die Wunde lassen?


Können Sie sich noch daran erinnern, als Sie sich in der Kindheit eine kleine Wunde oder Schramme zugezogen und bei Ihren Eltern nach einem Pflaster gefragt haben? 
Die Antwort der Fürsorgenden lautete wohl bei jedem gleich: 
>Da muss Luft ran, das heilt besser!<


Wir glaubten, und sind dabei, das gleiche unseren Nachwuchs zu lehren, ohne zu ahnen, dass sich unsere Eltern gewaltig geirrt hatten, denn die Luft unterstützt zwar die Schorfbildung, Wunden sollten aber so lange wie möglich feucht gehalten werden!




Genau dafür sorgen Pflaster, was eine ca. 50% schnellere Wundheilung zu Folge hat. Eine feucht bleibende Öffnung der Haut bildet die beste Grundlage für den Transport der 
im Wundsekret vorhandenen Enzyme, welche für den Wiederaufbau der Hautzellen verantwortlich sind. 


Ebenfalls können Antikörper in einem feuchtem Milieu effektiver Bakterien abwehren, die in einer offenen Wunde zu Entzündungen führen können.


Um auch den kleinsten Kratzer optimal zu behandeln, 
sollte man auf einige Dinge achten:

Zuerst ist eine Reinigung/Desinfizierung zu empfehlen, 
um vorhanden Keimen den Gar aus zu machen. 
Zudem sollte man nicht zwingend auf die herkömmlichen Pflaster, sondern auf Wundverbände zurückgreifen, 
um so eine Austrocknung ausschließen zu können.
Diese Maßnahmen sollten natürlich so schnell wie möglich ergriffen werden!


Letztendlich sollte man nicht vergessen: Je mehr wir unserem Körper bei der Behandlung unterstützen, desto geringer ist das Risiko einer Narbenbildung!

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